Ortsgruppe Erding
Skulpturenprojekt
Erdinger Skulpturenweg 1. Teil

 

Wer den ersten Bericht über das Skulpturenprojekt der Ortsgruppe Erding anläßlich der 775-Jahrfeier der Stadt Erding, gesehen hat, dachte vielleicht: Was bringen diese sog. Künstler schon zusammen, werden die überhaupt fertig ?
Es wurde alles ferig und am 17.7. bei einem Rundgang mit Bürgermeister Bauernfeind "eingeweiht" Schon beim Aufstellen haben wir viele positive Rückmeldungen erhalten und jetzt immer noch.

Die Segmente der alten Bäume aus dem Erdinger Stadtgebiet sind zu neuem, einem anderen Leben erwacht. Es war für uns alle eine spannende Arbeit, jede(r) der Beteiligten hat allmählich eine intensive Beziehung zu seinem Baum entwickelt. An jedem Standort (nur eines wurde bisher gestohlen) steht ein Taferl mit Titel, Name des Künstlers und dessen /deren Gedanken dazu.
Einige Sponsoren ermöglichten uns eine hübsche Broschüre und Prospekte zu erstellen.

Wir danken dem echten Künstler Wolfgang Fritz, der die Idee der Kreisgruppe Dingolfing aufnahm, uns überredete und vorwärts trieb. 

Bis Ende des Jahres 2003 können nun Erdinger Bürger und Besucher in dem sehenswerten Erdinger Stadtpark die Skulpturen betrachten. Dann........ja dann müssen wir sie eigentlich wieder abbauen. Wir hoffen nun Abnehmer zu finden, denn nicht jeder von uns hat Platz für sein Werk. Wir hoffen da natürlich auch auf die Stadt, bisher haben wir nur für den >Lesesessel< eine feste Zusage des Bürgermeisters.

Wer Interesse hat, kann uns über die e-mail-Adresse bn-erding@gmx.de erreichen.
 

 
Die Objekte

Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen unsere "Kunstwerke" vor.
Ein gefällter Baum ist nicht tot. Er ist zwar gefällt worden, aus Altersschwäche umgestürtzt, vielleicht mußte er auch einem Bauvorhaben weichen. Dennoch existiert er weiter. Er wandelt lediglich seine Form. In Brennholz, in Kompost - oder eben in eine Skulptur.
Die Baumsegmente stammen ausschließlich aus dem Stadtgebiet Erding. Zum Beispiel die alte Esche neben der Brücke am Grünen Markt. Die ausgehöhlte Linde vom Aufhausener Lindenhain und noch einige mehr. Sozusagen ein paar echte "Ur-Zeitgenossen" der Stadt, von denen die meisten um viele Generationen älter sind, als der älteste Erdinger Einwohner.

Wir zeigen die Skulpturen vor bzw. während der Entstehung und im "fertigen" Zustand an ihrem jeweiligen Aufstellungsort.

Damit Sie die Objekte in Erding auch finden, haben wir auf Seite "Skulpturen 2.Teil" auch den Stadtplan mit den zugehörigen Nummern angefügt.

Nr.1 "Wegweiser" Wegweiser_1

Standort: Kreuzung Dorfner / Taufkirchner-Straße

Künstler: Conny Thüring, Stefan Kittliz und Wolfgang Fritz

Diese Skulptur steht an einer der meist befahrenen Kreuzungen der Stadt. Welchem Weg sollen wir folgen? Noch mehr Verkehr -  und Natur nur noch als Fragment? Kann uns vielleicht der Baum den richtigen Weg weisen?

Wegweiser_2
Nr.2 "Lesesessel"
Standort: An der Stadtbücherei
Künstler: Gerd Gaumer und Monika Gaumer

"Hinsetzen, ein Buch in die Hand nehmen, mit dem Auge die Buchstaben aufnehmen - und schon wirst Du in eine andere Welt versetzt."

 

 
Nr.3 "Einblick"
 'Einblick' vor der Bearbeitung

Standort: An der Stadtbücherei

Künstler:  Wolfgang Fritz

Dieser Stamm ist der Rest einer alten Linde aus dem Aufhammer Lindenhain. Durch die Öffnungen gibt er einen Einblick in sein "Innenleben". Mich erinnert es an eine Höhlenlandschaft.
Sein jetziger Standort neben einer erst vor kurzer Zeit gepflanzten, noch jungen Linde zeigt den Unterschied, aber auch die Verbindung von jung und alt,  von Leben und Sterben, von Werden und Vergehen.
 

'Einblick' als Kunstwerk
 

 

Nr.4 "Flamme / Blüte"

Standort: Heilig Geist Hof

Künstler: Dr. Renate Poeschel



"Ist es eine Flamme oder eine Blüte, was sich aus diesem Kelch erhebt?
Nach Jahrzehnten im Dunkel der Erde verborgen, strebt sie nun zur Sonne, zum Licht."

 
Nr.5 "Hobbit"
 Standort: Heilig Geist Hof

Künstler:  Norbert Hufschmid-Steinmetz,
Monika Sulzer

Bäume tragen zwei Hobbits

In der Geschichte vom Herrn der Ringe begegnen uns Bäume in einer anderen Art als wir es gewohnt sind. Sie können sprechen und laufen, haben Augen und Hände. So können sie sich ganz anders mitteilen und ins Geschehen eingreifen. Und das ist wichtig, denn dramatische Dinge kündigen sich an: die Welt ist bedroht, Orks und andere böse Mächte gefährden alles. Da verbünden sich die Bäume mit den Hobbits um zu versuchen, die Welt zu retten. So tragen die großen, starken Bäume beispielsweise die kleinen Hobbits durch unwegsames Gelände, fast undurchdringliche Wälder und helfen mit, manche Feinde zu besiegen.

  • Wie ist das bei uns?
  • können Bäume auch uns helfen, die Welt zu retten?
  • Sind wir bereit, uns von Bäumen helfen zu lassen?

 

 
Nr.6 "Welle"
Standort: Stadtpark am Kreuzweg

Künstler:  Stefan Kittlitz

 



"Baumstamm, Jahresgezeiten.
Wasser, Pflanzen, Leben, Vergehen.
Beobachten wir das Stück das ganze Jahr über,
es wird uns immer wieder neue Eindrücke geben."
 

 
Nr.7 "Metamorphose"
Standort: Teich hinter der Mädchenrealschule

Künstler:  Anonymus



"Gekeimt. Gewachsen. Gethront. Dem Sturm getrotzt.
Der Sonne entgegen gelächelt. Den Regen genossen.
Dem klirrenden Eis standgehalten. Erhaben. Stolz.
Gefällt.
Nicht tot nur anders - zu neuem Leben erweckt."
 

 

Skulpturen - Entstehung

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Skulpturen - 2. Teil